Vorbemerkung

Interesse hat einen deutlichen Einfluss auf effektives, dauerhaftes Lernen (z. B. Krapp 2010). Interesse ist eine motivationale Disposition und ein Konstrukt. Bei den BNE-Kompetenzmodellen spielt die Teilkompetenz, sich und andere motivieren, eine größere Rolle. Dabei geht es auch um die Entwicklung von Interesse und Handlungsbereitschaft. Gemäß der pädagogisch-psychologischen Person-Gegenstand-Theorie (PGT) (Prenzel et al., 1986) dokumentieren sich in den Interessen die aktuell besonders bedeutsamen Relationen eines Menschen zu Sachverhalten oder Gegenständen. Die Theorie widmet sich primär Fragen der Bedeutung der Interessen für die schulische Lernmotivation und der lebenslangen persönlichen Entwicklung. Hervorstechendes Merkmal von Interesse ist die hohe Bereitschaft zur freiwilligen Beschäftigung mit Sachverhalten und Themen des jeweiligen Interessengebietes. Zu unterscheiden ist zwischen dem persönlichen Interesse und dem situationalen Interesse (Krapp, 2010). In den letzten Jahrzehnten gab es in den Fachdidaktiken, insbesondere der Naturwissenschaften und der Geographie zahlreiche Studien zu den individuellen Schülerinteressen, nur sehr wenige dagegen zu Interessen Studierender oder Erwachsener. Auf den folgenden Unterseiten werden exemplarisch einige Studien und Ergebnisse kurz aufgeführt.
Literatur:
Krapp, A. (2010). Die Bedeutung von Interesse für die Lernmotivation und das schulische Lernen. In I. Hemmer & M. Hemmer (Hrsg.), Schülerinteressen an Themen, Regionen und Arbeitsweisen des Geographieunterrichts. Ergebnisse der empirischen Forschung und deren Konsequenzen für die Unterrichtspraxis (S. 9-26). Hochschulverband für Geographie und ihre Didaktik e.V. (Selbstverlag).
Prenzel, M., Krapp, A., & Schiefele, H. (1986). Grundzüge einer pädagogischen Interessentheorie. Zeitschrift für Pädagogik, 32(2), 163-173.
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